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Sicherer und sauberer Lebensraum Niederhasli - Kampagnenstart "Mir sind 8155"

29. Juni 2021

Sicherer und sauberer Lebensraum Niederhasli
Kampagnenstart "Mir sind 8155"

Im Herbst 2020 hat der Gemeinderat ein Konzept unter dem Titel "Sicherer und sauberer Lebensraum Niederhasli (SSL)" gutgeheissen und dabei verschiedene Massnahmen und Umsetzungsschritte festgelegt. Dieses Konzept SSL wurde in den vergangenen Monaten intensiv bearbeitet, begleitet durch eine dauerhaft eingesetzte Arbeitsgruppe. Neben vier ressortspezifisch betroffenen Gemeinderäten und deren Verwaltungsfachpersonen haben mit Vertretungen der Sekundarschule und der Polizeiorganisationen auch externe Fachleute Einsitz in diesem Gremium. Ausschlaggebend für die Intervention des Gemeinderats war die frappante Zunahme von Vandalismus, Littering, Gewalt und Problemen mit Betäubungsmitteln im öffentlichen Raum der Gemeinde. Dies führte bei Teilen der Bevölkerung zu einer Beeinträchtigung des Sicherheitsempfindens. Der Gemeinderat hat sich damals zum Ziel gesetzt, die Probleme im öffentlichen Raum nachhaltig zu verbessern oder nachhaltig anzugehen.

Das proaktive Vorgehen und das Priorisieren dieser aufgekommenen Problematik auf allen Ebenen hat erfreulicherweise schon Wirkung gezeigt. Kritische Meldungen und Hinweise seitens der Bevölkerung an die Polizeiorgane oder an die Gemeinde gehören inzwischen nicht mehr zur Tagesordnung. Der Prävention wurde im Konzept SSL ein grosser Stellenwert beigemessen. In diesem Bereich wird die Arbeitsgruppe von einer externen Fachorganisation unterstützt. Die Prävention ist von zentraler Bedeutung im Hinblick auf das Erreichen der angepeilten Ziele. Repressive Massnahmen, transparente Berichterstattung sowie eine stärkere Polizeipräsenz sollen durch professionelle Präventionsmassnahmen begleitet und unterstützt werden.

Mit der Kampagne "Mir sind 8155" wird diesem Bestreben nun konkret Rechnung getragen. Die Kampagne ist auf die gesamte Bevölkerung ausgerichtet. Sie beinhaltet verschiedene Interaktionen, welche sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene richten. Mit diesem Fokus wurde auch der Kampagnentitel bestimmt. Es ist dem Gemeinderat absolut bewusst, dass der im Dialekt abgefasste Claim "Mir sind 8155" nicht mit dem ganzen Gemeindegebiet korrespondiert. Fakt ist jedoch, dass genau dieser Slogan verschiedenen Gruppierungen bisher als Erkennungszeichen diente. Dieser soll nun seitens Gemeinde ganz bewusst als Kampagnentitel aufgegriffen werden. Er dient als sichtbares Wiedererkennungselement der Kampagne und soll Aufmerksamkeit und Neugier erzeugen.

Die Bevölkerung wird einerseits mit einer Flyer-Beilage im Juli-Mitteilungsblatt sowie auch via Gemeindewebsite und Plakaten auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Sie wird gleichzeitig aufgerufen, eigene Gedanken und Bedürfnisse rund um das Zusammenleben in der Gemeinde mitzuteilen. Das neu erlangte Bewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl soll schlussendlich in respektvolle Begegnungen mit Mitmenschen, einem Interesse füreinander sowie auch in saubere und intakte öffentliche Anlagen münden. Parallel dazu werden Befragungen bei Sekundarschülerinnen und -schülern, Aktionen durch den Bereich Jugend, Littering-Workshops an Schulen oder sogenannte Clean-up-Games durchgeführt. Graffitis und illegal angebrachte Kleber an öffentlichen Anlagen werden inzwischen auf Kosten der Gemeinde fortlaufend entfernt, entweder durch den gemeindeeigenen Betrieb Werke oder mittels Auftrag an externe Unternehmungen. Mit diesem konsequenten Handeln soll ein weiteres Zeichen gesetzt werden, dass der öffentliche Raum respektiert werden soll und sich alle darin wohl und sicher fühlen. Jegliche Beschädigungen oder Verunreinigungen des öffentlichen Grunds werden des Weiteren konsequent bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Der Gemeinderat und die eingesetzte Arbeitsgruppe zählen auf die Unterstützung der Bevölkerung.