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Pressemitteilung Gemeinderat

31. August 2021

Bahnhofareal Niederhasli
Erfreuliche Planungsfortschritte seitens der Grundeigentümer

Es ist ein langjähriges Ziel des Gemeinderats, das Areal rund um den Bahnhof Niederhasli zu einer Visitenkarte der Gemeinde aufzuwerten und eine städtebauliche Entwicklung dieses Gebiets voranzutreiben. Nicht nur dank seiner Nähe zum Bahnhof, sondern auch dank der Fusswegdistanz und Sichtbeziehung zum Natur- und Erholungsraum Mettmenhaslisee, verfügt das Areal über eine hohe Standortattraktivität. Seit über zehn Jahren bildet die Entwicklung des Bahnhofareals einen prioritären Schwerpunkt in den Legislaturprogrammen des Gemeinderats. Da sich die betroffenen Grundstücke im Besitz der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) oder privater Eigentümer befinden, kann die Gemeinde die Entwicklungsprozesse nur beschränkt beeinflussen. Mit der Umzonung des Areals in eine Zentrumszone im Jahr 2013 haben die Stimmberechtigten zumindest den Weg geebnet und die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine städtebauliche Neunutzung geschaffen.

Nachdem verschiedene Planungsvorhaben seitens der Grundeigentümer sowie auch dargebotene Konzeptionen seitens der Gemeinde im Sand verliefen, liegt nun eine konkrete Projektabsicht vor. Das Projekt der BHSF Architekten, Zürich, und der Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH, Zürich, wurde im Rahmen eines umfangreichen Studienauftrags unter Leitung der HIAG Immobilien AG und der SBB erkoren. Der Gemeinderat zeigt sich sehr erfreut über diese positive Entwicklung. Er durfte mit einer Delegation in einer Fachjury mitwirken und dabei die Anliegen der Gemeinde aktiv in die Prozesse einbringen. Neben der allgemeinen städtebaulichen Einordnung liegt der Fokus der Gemeinde auf der verkehrstechnischen Anbindung der neuen Überbauung und der würdigen Aufwertung des Bahnhofareals als wichtigen Knoten des öffentlichen Verkehrs. Im Rahmen von Workshops haben die Projektverantwortlichen zudem Meinungen ausgewählter ortsansässiger Interessenvertreter abgeholt. Diese liessen sie zu Beginn des Studienauftrags punktuell in die Planungsprozesse einfliessen.

Die Bau- und Planungskommission und der Gemeinderat erachten das Projekt für das neue Quartier im Farn als sehr gelungen. Es beinhaltet den angestrebten Mix aus Wohn- und Dienstleistungsnutzungen und berücksichtigt das seitens der Gemeinde im Rahmen ihrer Richt- und Nutzungsplanung sowie auch der Entwicklungsstrategie ONN definierte Motto "Verdichten an bester Lage" sehr passend. Es ist damit ein wichtiger Schritt in Richtung Gestaltungsplan getan.

Die Projektverantwortlichen legen nach wie vor grossen Wert auf den offenen Dialog mit den Behörden und der Bevölkerung. Aktuell soll das diesjährige Strassenfest im Dorfzentrum am 18. September 2021 als Kommunikationsplattform genutzt werden. Dieser stete Einbezug scheint im Hinblick auf die vielfältigen Auswirkungen auf die Gemeinde Niederhasli auch sehr wichtig. Das Projekt soll neben der städtebaulichen Aufwertung des Bahnhofareals und neuen Dienstleistungsbetrieben auch rund 500 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohner ein neues Zuhause bieten.

Nach Abschluss des Studienauftrags und Vorliegen konkreter Pläne auf Projektstufe liegt es nun in den Händen der HIAG Immobilien AG und der SBB, die Planungsprozesse zu konkretisieren und voranzutreiben. Die Gemeinde wird sich bewusst wieder etwas zurückziehen, um sich dann zu gegebener Zeit auf den Prüfprozess der konkreten Planungsprojekte fokussieren zu können. Die Überbauung beim Bahnhof bietet grosses Potenzial für verschiedene Dienstleistungen. So wird der Gemeinderat zu gegebener Zeit und parallel zum Planungsverfahren auch prüfen, ob sich gewisse Räumlichkeiten für gemeindeeigene Dienststellen eignen. Das Betreibungsamt und Gemeindeammannamt ist bereits heute in der Liegenschaft der HIAG Immobilien AG an der Mandachstrasse eingemietet.

Der Gemeinderat und die Bau- und Planungskommission erhoffen sich eine zeitnahe Ausarbeitung des privaten Gestaltungsplans. Dieser bedarf abschliessend der Genehmigung durch die Stimmberechtigten anlässlich einer Gemeindeversammlung. Bis der erste Bagger im Gebiet auffährt und die ersten Bewohnerinnen und Bewohner die Neubauten beziehen, wird es noch eine Weile dauern. Der aktuelle Zeitplan geht von einer Realisierung des Projekts bis frühestens in fünf Jahren aus.

Energie
Beleuchtungskonzept für gemeindeeigene Anlagen

In enger Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) hat die Abteilung Bau und Umwelt ein gemeindespezifisches Beleuchtungskonzept erarbeitet. Der Gemeinderat hat das Konzept genehmigt und die daraus abgeleiteten Grundsätze für neue gemeindeeigene Beleuchtungsinstallationen als verbindlich erklärt.

Bestehende Normen und Richtlinien für öffentliche Beleuchtungsanlagen bilden die Grundlage für einheitliche und zukunftssichere Erneuerungen solcher Installationen. Die Gemeinde Niederhasli ist bei verschiedenen Projekten bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Bei gewissen Anlagen besteht andererseits auch Handlungsbedarf. Energieeffiziente Lösungen sind in Anbetracht des Energiestadt-Labels selbstverständlich. Unnötige Lichtemissionen sollen künftig konsequent vermieden werden, da sie für die Tierwelt schädlich und auch für Menschen lästig und störend sein können. Dabei gilt es aber gegenüber entgegengesetzten Ansprüchen abzuwägen. Zur Optimierung des Sicherheitsempfindens wird punktuell auch nach zusätzlicher oder zeitlich längerer Beleuchtung gewisser Anlagen verlangt. Bei der neuen Beleuchtung des Velowegs an der Nassenwilerstrasse oder der anstehenden Erneuerung der Beleuchtungsanlagen rund um die Dorfstrasse sollen verschiedene Aspekte des Beleuchtungskonzepts berücksichtigt werden, so beispielsweise ein durch Sensoren gesteuerter Einschaltmechanismus oder der Einsatz eines Dimmprofils.

Die Gemeinde wird bei ihren Liegenschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Es wäre wünschenswert, wenn es seitens der Bevölkerung und der Gewerbebetriebe viele Nachahmerinnen und Nachahmer gäbe, welche ihre privaten Anlagen kritisch Begutachten und punktuelle Anpassungen bei ihren Beleuchtungen vornehmen. Das Beleuchtungskonzept kann auf der Gemeindewebsite eingesehen werden.

Abfallentsorgung
Einführung Kunststoffsammlung aus Haushalten

Aufgrund der inzwischen gefestigten und vertretbaren Rahmenbedingungen bezüglich Verwertung und Recycling von Kunststoffabfällen hat sich der Gemeinderat für das Einführen eines solchen Sammelangebots entschieden. Einerseits wird damit der Idee von geschlossenen Stoffkreisläufen Rechnung getragen, andererseits wird auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Als Systempartner und -betreiber wurden die Schmid Transporte Niederglatt AG, Niederglatt, und die InnoRecycling AG, Eschlikon, bestimmt. Die Sammelbehälter à 35 l, 60 l und 110 l werden einzeln oder in 10er-Rollen direkt beim Recyclinghof verkauft. Die Verkaufspreise werden den aktuellen Tarifen der Gebührensäcke für den Haushaltkehricht angeglichen. Die gefüllten Sammelbehälter können beim Recyclinghof abgegeben werden und werden auch dort gelagert. Mittels Werbeflyer im Oktober-Mitteilungsblatt wird das neue Sammelangebot definitiv lanciert.

Wasserversorgung
Leitungssanierung Buchenweg und Sägetweg, Niederhasli

Die Wasserleitungen in den beiden Gemeindestrassen Buchenweg und Sägetweg in Niederhasli sind altersbedingt zu ersetzen. Mit der Hauptwasserleitung werden gleichzeitig auch die Hausanschlussleitungen innerhalb der öffentlichen Strassenparzelle erneuert. Mit der Erneuerung der Wasserversorgungsanlagen wird gleichzeitig der Strassenbelag des Buchenwegs saniert, welcher sich in einem schlechten Zustand befindet. Nachdem der Gemeinderat im vergangenen Frühjahr die entsprechenden Projektierungsaufträge erteilt hat, liegen nun das Projekt sowie die Auswertungen der durchgeführten Submissionen vor.

Auf Basis des Budgets hat der Gemeinderat Kredite von Fr. 338'600.— als gebundene Ausgaben für die Belagserneuerungen und den Ersatz der Wasserleitungen freigegeben. Der Hüppi AG, Bülach, wurde der Auftrag für die Baumeisterarbeiten erteilt. Die Rohrverlegearbeiten wurden der A. Marthaler AG, Oberhasli, und der Auftrag für die gleichzeitige Sanierung der Beleuchtungsanlagen der EKZ, Dietikon, übertragen. Der Auftrag für die Bauleitung wurde der Bänziger Kocher Ingenieure AG, Niederhasli, vergeben. Mit den Bauarbeiten soll Ende September 2021 begonnen werden, sodass die Arbeiten bis spätestens Ende Oktober 2021 abgeschlossen sind.

Bürgerrecht
Neue Niederhasler Bürger

Der Gemeinderat hat folgende ausländische Staatsangehörige in das Bürgerrecht der Gemeinde Niederhasli aufgenommen:
- Rosso Francesco und seine Kinder Rosa und Vincenzo, italienische Staatsangehörige
- Seiferth Medea, deutsche Staatsangehörige
- Yelocagi Helin, deutsche Staatsangehörige

Wie üblich bleiben bei ausländischen Gesuchstellern die Erteilung des Kantonsbürgerrechts sowie der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung vorbehalten. Der Gemeinderat gratuliert den neuen Niederhasler Bürgern zum neuen Bürgerrecht.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Marco Kurer, Gemeindepräsident, 043 266 80 47, oder Patric Kubli, Gemeindeschreiber, 043 411 22 50, gerne zur Verfügung.
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30. August 2021/pk

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