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Pressemitteilung Gemeinderat

14. September 2022

Energiemangellage
Gemeinderat setzt Prioritäten und definiert Handlungsfelder

Die Szenarien eines Strommangels oder gar eines gänzlichen Stromausfalls sind seit einiger Zeit in aller Munde. Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation verschärft. Die Presse berichtet täglich über anstehende Fragen rund um die Energieversorgungssicherheit im ganzen Land. Die erwähnten Szenarien haben derzeit auf allen Staatsebenen oberste Priorität. Auf Bundesebene sind die Bundesämter für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) und für Bevölkerungsschutz (BABS) federführend. Auf Kantonsebene widmen sich verschiedene Direktionen und Ämter sowie die Kantonspolizei und die kantonale Führungsorganisation dieser Bedrohungslage. Die Gemeinden werden seitens der übergeordneten Staatsebenen aufgerufen, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Der Gemeinderat hat sich ebenfalls bereits aktiv diesem Thema und dieser unberechenbaren Situation angenommen. Er vertritt dabei die Gemeinde einerseits als Unternehmerin und Strombezügerin für ihre diversen Infrastrukturanlagen. Andererseits steht er gegenüber der Bevölkerung und den Gewerbebetrieben auf unterster Staatsebene mit all seinen Dienstleistungsangeboten in der Verantwortung. Fakt ist, dass sich für Gemeinden hinsichtlich einer drohenden Strommangellage oder gar eines gänzlichen Stromausfalls relativ wenige Handlungsoptionen ergeben. Im Vordergrund stehen demnach die gedankliche Vorbereitung auf gewisse Szenarien und Überlegungen zu möglichen Massnahmen.

Ihrer Vorbildrolle wird die Gemeinde Niederhasli alleine schon mit dem im Jahr 2016 erworbenen Energiestadt-Label gerecht. Weiter hat der Gemeinderat im August 2021 in Koordination mit der EKZ ein Beleuchtungskonzept festgesetzt, welches als Grundlage für eine einheitliche und zukunftssichere Modernisierung der Beleuchtungsanlagen in der Gemeinde dient. Aktuell gilt es nun aber, im Hinblick auf die drohenden Szenarien Prioritäten zu setzen und konkrete, kurz-, mittel- oder langfristige Handlungsfelder zu definieren. Dies vor allem auch in Koordination mit anderen Organisationen, wie beispielsweise dem Regionalen Führungsorgan RONN, welchem neben Niederhasli auch die Nachbargemeinden Rümlang, Oberglatt und Niederglatt angehören. Grundlage für die weiteren Prozesse bilden dabei bereits vorhandene Notfall- und Krisenhandbücher, wie beispielsweise das bestehende Notfallkonzept für die Trinkwasserversorgung in Notlagen. Via Website und Mitteilungsblatt sollen der Bevölkerung in den nächsten Wochen Fakten zur Energieversorgung der Gemeinde mit ihren elementaren Infrastrukturanlagen aufgezeigt werden. Ebenso werden wichtige Verhaltensregeln in möglichst kompakter Form in Erinnerung gerufen. Im Bewusstsein aller im Raum stehenden Unberechenbarkeiten im Hinblick auf die Energieversorgung während den bevorstehenden Wintermonaten ist es dem Gemeinderat ein zentrales Anliegen, die Bevölkerung laufend mit wichtigen Informationen zu bedienen und keinesfalls unnötige Ängste zu schüren.

Behördenorganisation
Organisationsreglement Gemeinderat

Nach den Erneuerungswahlen im vergangenen Frühjahr hat sich der Gemeinderat zum Amtsantritt per 1. Juli 2022 neu konstituiert. Der Gemeinderat hat nun sein Organisations-reglement in Form eines Behördenerlasses festgesetzt. Das punktuell revidierte Reglement dient ihm und anderen Behörden und Kommissionen als Grundlage für das politische Wirken und die Zusammenarbeit während der neuen Amtsperiode 2022-2026. Die acht Anhänge regeln Kompetenzen und zeigen Abläufe in verschiedenen Bereichen auf. So werden beispielsweise die Finanzkompetenzen von Behördenmitgliedern und Verwaltungskader oder die Prozessabläufe und Schnittstellen rund um die Gemeindeliegenschaften definiert. Das Organisationsreglement beinhaltet mit dem Anhang 5 zudem eine umfassende Kompetenzordnung für die Abteilung Soziales und ihren Bereich Sozialhilfe. Die amtliche Publikation zu diesem Behördenerlass erfolgt am 15. September 2022. Das revidierte Organisationsreglement sowie die Anhänge sind auf der Gemeindewebsite innerhalb der kommunalen Rechtssammlung jederzeit einsehbar.

Gemeindepersonal
Analyse bestätigt Lohngleichheit

Per 1. Juli 2020 hat der Bundesrat eine Änderung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG) in Kraft gesetzt. Die Gesetzesänderung sollte das Durchsetzen der Lohngleichheit unterstützen. Die vom Parlament verabschiedete Änderung des Gesetzes verpflichtete sodann Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit 100 oder mehr Mitarbeitenden, in ihrem Unternehmen eine sogenannte Lohngleichheitsanalyse durchzuführen. Diese muss durch eine unabhängige Stelle überprüft werden. Bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern sind die Ergebnisse zusätzlich der Bevölkerung bekannt zu geben.

Die Gemeinde Niederhasli umfasste im Referenzmonat Juni 2021 mit der Gemeinde-verwaltung, dem Bereich Liegenschaften und der Primarschule drei Personaleinheiten mit gesamthaft 131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Behördenmitglieder oder vom Kanton besoldete Lehrpersonen sind dabei nicht einberechnet und wurden dementsprechend bei der Analyse nicht berücksichtigt. Bei der Analyse der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann musste zwingend eine wissenschaftliche und rechtskonforme Methode des Bundes angewendet werden. Dabei kamen ökonomisch-statistische Analysemethoden zur Anwendung. Zentraler Bestandteil war die sogenannte Regressionsanalyse. Sie berechnet den Einfluss von objektiven Faktoren, wie beispielsweise Dienstalter, Anzahl Ausbildungsjahre und Erwerbserfahrung sowie berufliche Stellung und Kompetenzniveau der jeweiligen Stelle. Die Berechnung der Lohngleichheitsanalyse für die Gemeinde Niederhasli folgte exakt den Vorgaben des Standard-Analysemodells "Logib". Die Analyse kam zum erwarteten Ergebnis, dass bei der Gemeinde Niederhasli kein Geschlechtseffekt besteht. Die gemäss GIG notwendige Überprüfung der Lohngleichheitsanalyse wurde durch die Revisionsstelle der Gemeinde, die Revipro AG, Thalwil, vorgenommen. Der diesbezügliche Revisionsbericht bestätigt, dass die erarbeitete Analyse in allen Belangen den Anforderungen gemäss dem GIG entspricht.

Liegenschaften
Neue Photovoltaikanlagen auf Schulhäusern

Die Liegenschaftenkommission hat im vergangenen Frühjahr auf Basis der Investitionsrechnung zwei Projekte für Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Schulanlagen Rossacker und Linden lanciert und den Unternehmungen EKZ Eltop AG und Harder Bedachungen AG, Oberhasli, entsprechende Aufträge erteilt. Die beiden Projekte mit Investitionsvolumen von Fr. 140'000.— bei der Schulanlage Rossacker (Leistung 68.4 kWp) und Fr. 60'000.— beim Schulhaus Linden (Leistung 31.92 kWp) konnten während den Sommerferien erfolgreich ausgeführt werden. Für die beiden Projekte sind Einmalvergütungen des Bundes von ca. Fr. 35'000.— zu erwarten. Die EKZ unterstützt die Zusammenarbeit mit Schulen bei der Förderung von Photovoltaikanlagen ebenfalls mit einem finanziellen Unterstützungsbeitrag in der Höhe der Einmalvergütung des Bundes. Die Leistung von Unterstützungsbeiträgen seitens der EKZ setzt voraus, dass die Solaranlagen einen nachhaltigen Beitrag zur Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler zum Thema erneuerbare Energien leisten. Im Herbst 2022 sind mit verschiedenen Mittelstufenklassen Solartage im Beisein von Fachpersonen der EKZ geplant.

Beim Turnhallentrakt der Schulanlage Rossacker, beim Trakt 1 des Schulhauses Linden sowie beim Kindergarten Spitz sind im nächsten Jahr drei weitere Photovoltaikprojekte vorgesehen. Die diesbezüglichen Installationen und Dachsanierungen sollen wiederum während den Sommerferien erfolgen.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Daniel Wüest, Gemeindepräsident, 076 238 39 11, oder Patric Kubli, Gemeindeschreiber, 043 411 22 50, gerne zur Verfügung.
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12. September 2022

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