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Mitteilungen Gemeinderat (Planungskredit neues Gemeindehaus, Sanierung Werk-/Feuerwehrgebäude, Bus Birch-Quartier, Gemeindeversammlung 2. Dezember 2026)

28. Oktober 2026

Planungskredit für neues Gemeindehaus

Das Gemeindehaus Niederhasli ist sanierungsbedürftig und entspricht in verschiedener Hinsicht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Gemeindeverwaltung. Der Gemeinderat plant deshalb einen Ersatzneubau am gleichen Standort, in dem künftig auch die Mediothek Platz findet. An der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2026 beantragt er dafür einen Planungskredit von
Fr. 460'000.—, um einen Projektwettbewerb durchzuführen.

Das heutige Gemeindehaus wurde Ende der 1950er-Jahre erstellt und 1985 umfassend erweitert. Trotz regelmässigen und sorgfältigen Unterhalts ist das Gebäude in die Jahre gekommen. Es besteht erheblicher Sanierungsbedarf, unter anderem im Bereich Heizung, Elektro- und Netzwerkinstallationen, Sanitäranlagen, Brandschutz, Hindernisfreiheit und Energieeffizienz.

Gleichzeitig ist der Platz knapp geworden. Seit 2006 hat sich die Zahl der Mitarbeitenden im Gemeindehaus von 20 auf über 50 mehr als verdoppelt. Gründe dafür sind insbesondere die Integration der Primarschulverwaltung, die Reorganisation der Gemeindeverwaltung und das starke Bevölkerungswachstum. Zusätzliche Räume wurden provisorisch im ehemaligen Kindergarten-Pavillon neben dem Gemeindehaus geschaffen. Dieser ist inzwischen über 60 Jahre alt und abbruchreif.

Auch die Raumaufteilung im heutigen Gemeindehaus passt nur noch bedingt zur Arbeit einer modernen Gemeindeverwaltung. Es fehlen insbesondere flexibel nutzbare Räume. Auch die Schalterbereiche müssen hinsichtlich Sicherheit, Zugänglichkeit und Diskretion verbessert werden.

Der Gemeinderat hat im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowohl eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gemeindehauses als auch einen Ersatzneubau prüfen lassen. Beide Szenarien kosten gemäss Grobkostenschätzung rund Fr. 22 Mio. (+/- 25 % Kostengenauigkeit). Zum Vorhaben gehört zudem eine aus baurechtlichen Gründen erforderliche Unterniveaugarage.

Bei einer Sanierung müsste das bestehende Gebäude weitgehend ausgehöhlt und technisch erneuert werden. Bei der Raumaufteilung wären dennoch Kompromisse nötig. Ein Neubau hingegen bietet bei vergleichbaren Kosten deutlich mehr Spielraum. Die Raumgestaltung kann von Grund auf individuell auf die künftige Nutzung ausgerichtet werden. Gleichzeitig lässt sich ein energieeffizientes und wirtschaftliches Gebäude erstellen, das auch Reserven für spätere Erweiterungen bietet. Der Gemeinderat will ein zukunftsfähiges und langlebiges Gemeindehaus für die nächsten Generationen schaffen.

Ein wichtiger Bestandteil des Bauvorhabens ist der Umzug der Mediothek in das künftige Gemeindehaus. Sie erhält einen zentralen, gut zugänglichen Standort direkt am Dorfplatz und wird damit als öffentlicher Begegnungs- und Kulturort weiter gestärkt. Gleichzeitig trägt die gut frequentierte Mediothek zu einem lebendigen Dorfzentrum bei.

Mit dem beantragten Planungskredit von Fr. 460'000.— wird das Planungsverfahren, insbesondere der Projektwettbewerb und die Bauherrenbegleitung finanziert. Im Wettbewerbsverfahren wird nach der besten Lösung für das neue Gemeindehaus gesucht. Voraussichtlich im Frühjahr 2028 soll das konkrete Projekt den Stimmberechtigten zusammen mit den nächsten Krediten vorgelegt werden. Die etappierte Inbetriebnahme des neuen Gemeindehauses ist für 2031 und 2032 vorgesehen.

Am Mittwoch, 11. November 2026 findet um 19.30 Uhr in der Aula der Schulanlage Linden, Niederhasli, eine separate Informationsveranstaltung statt. Weitere Details zum Geschäft können der Aktenauflage oder dem Beleuchtenden Bericht zur Gemeindeversammlung entnommen werden.


Sanierung Werk- und Feuerwehrgebäude

Mit einer Dach- und Fassadensanierung sowie dem gleichzeitigen Aufbau einer Photovoltaikanlage soll das Werk- und Feuerwehrgebäude energetisch und baulich nachhaltig aufgewertet und der bestehende Gebäudewert erhalten werden. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung die Freigabe des notwendigen Kredits von Fr. 1.75 Mio.

Das Werk-/Feuerwehrgebäude an der Industriestrasse in Niederhasli wurde im Jahr 1982 erstellt. Mittels gezielter Sanierungsmassnahmen sollen der Energieverbrauch deutlich reduziert, Kosten eingespart und der Gebäudewert nachhaltig gesteigert werden. Der Ersatz der bestehenden Ölheizung soll aufgrund des nach der Sanierung erwarteten tieferen Energiebedarfs zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Der Gemeinderat hat das Projekt der AW Baumanagement AG, Dällikon, für die Dach- und Fassadensanierung mit neuer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Gebäudes genehmigt. Die voraussichtlichen Baukosten betragen brutto Fr. 1.75 Mio. Bei einem Grossteil der Investitionen handelt es sich um gebundene Ausgaben. Da die zusätzlichen Aufwendungen für Photovoltaikanlage, Ladestationen, Schliessung des seitlichen Eingangsbereichs und die Regenwassernutzung die Finanzbefugnisse des Gemeinderats überschreiten, wird die Kreditfreigabe über die Gemeindeversammlung abgewickelt. Das Geschäft wird für die Versammlung vom 2. Dezember 2026 traktandiert. Weitere Details sind dem Beleuchtenden Bericht zu entnehmen, welcher im Vorfeld der Versammlung veröffentlicht wird.


Beleuchtungsersatz Schulhaus Linden

Bei den Schulhäusern der Schulanlage Linden werden die Beleuchtungen etappenweise auf LED umgerüstet. Auf Antrag der Liegenschaftenkommission und basierend auf dem Budget hat der Gemeinderat den erforderlichen Kredit von Fr. 250'000.— freigegeben.

Seit einigen Jahren werden die Beleuchtungen in den Schulhäusern etappenweise ersetzt bzw. auf LED umgerüstet. Für die Jahre 2026 und 2027 ist unter anderem der Ersatz der Beleuchtungen im Trakt 1 des Schulhauses Linden in Niederhasli vorgesehen. Der Bedarf wurde von der Liegenschaftenkommission im Rahmen der Budgetplanung registriert und das Projekt entsprechend in die Investitionsrechnung aufgenommen. Nach Prüfung verschiedener Varianten hat die Liegenschaftenkommission die MOOS licht ag, Luzern, als geeignetes Unternehmen für die Lieferung der Leuchten sowie des Zubehörs auserwählt. Das Unternehmen verfügt über grosse Erfahrung im Bereich von Beleuchtungssanierungen und ist auf die Herstellung von Sonderanfertigungen spezialisiert. Durch die projektspezifische Entwicklung und Abstimmung der Leuchten sowie des Zubehörs kann die Montage wesentlich vereinfacht und der diesbezügliche Aufwand reduziert werden.

Basierend auf dem Budget hat der Gemeinderat den erforderlichen Kredit von Fr. 250'000.— als gebundene Ausgabe freigegeben. Gleichzeitig hat er die Liegenschaftenkommission ermächtigt, die notwendigen Aufträge für Lieferung und Montage direkt zu vergeben.


Ausgleichsplanung Schutzräume

Die aktualisierte Ausgleichsgebietsplanung für Schutzräume wurde vom Gemeinderat gutgeheissen und dem kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz zur abschliessenden Genehmigung überwiesen.

Das sogenannte Verfahren für die Ausgleichsgebiete Zivilschutz wurde im Jahr 2022 letztmals für das Niederhasler Gemeindegebiet nachgeführt. Es verliert seine Gültigkeit per Ende 2026. Das beauftragte Ingenieurbüro Bänziger Kocher Ingenieure AG, Niederhasli, hat die Planungsgrundlage überarbeitet und den aktuellen Stand in einem Bericht zusammengefasst. Die überarbeitete Ausgleichsgebietsplanung wurde vom Gemeinderat genehmigt. Gesamthaft ergibt sich eine Schutzplatzdeckung von 130 %, womit kein weiterer Handlungsbedarf besteht. Unter gewissen Bedingungen steht es Bauherrschaften nach wie vor frei, anstelle eines Schutzraumbaus eine Ersatzabgabe für nicht erstellte Plätze zu leisten.

Der Bericht wurde dem kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz zur abschliessenden Genehmigung überwiesen. Die entstandenen Aufwendungen konnten dem Spezialfonds Ersatzabgaben Schutzraumbauten belastet werden. Die nächste Überarbeitung der Ausgleichsgebiete hat bis spätestens im Jahr 2031 zu erfolgen.


Bau- und Planungskommission komplett

Der Gemeinderat hat Renato Derrer als Mitglied der Bau- und Planungskommission gewählt. Er übernimmt den seit Beginn der neuen Amtsdauer vakanten Sitz für den Rest der Amtsdauer 2026 – 2030.

Die Bau- und Planungskommission ist eine dem Gemeinderat unterstellte Kommission, die mit Einschluss des Präsidenten aus fünf Mitgliedern besteht und selbstständig als Baubehörde im Sinne des Planungs- und Baugesetzes (PBG) handelt. Mit Beschluss vom 1. Juli 2026 wurden zwei bisherige Mitglieder für die Amtsdauer 2026 – 2030 wieder gewählt; ein Sitz war im Zusammenhang mit einem Rücktritt seit Beginn der neuen Amtsdauer vakant. Auf das im Mitteilungsblatt veröffentlichte Inserat meldeten sich zwei Stimmberechtigte. In sorgfältiger Abwägung der persönlichen Profile und der erforderlichen Kompetenzen entschied sich der Gemeinderat für Renato Derrer aus Oberhasli. Er wird sein Behördenamt nach Ablauf der Rechtsmittelfrist antreten und das Gremium damit wieder vervollständigen.


Bushaltestellen Birch-Quartier

Für die baulichen Anpassungen und Markierungen im Zusammenhang mit den zusätzlichen Haltekanten bei den Bushaltestellen im Birch-Quartier hat der Gemeinderat einen Kredit freigegeben.

Der Verkehrsrat hat im Juli 2026 die Angebotsänderungen für die Fahrplanjahre 2027 und 2028 beschlossen. Davon betroffen ist auch die Linienführung der Buslinie 797 in Oberhasli. Die Birchstrasse wird künftig nicht mehr im Rundkurs, sondern in beiden Fahrtrichtungen bedient. Für den Betrieb dieser neuen Linienführung sind bei den betroffenen Haltestellen zusätzliche Haltekanten auf der jeweils gegenüberliegenden Strassenseite erforderlich. Deren Erstellung und Finanzierung liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Strasseneigentümerschaft.

Da sich das Busangebot und damit die zweckmässigen Haltestellenstandorte in den kommenden Jahren nochmals verändern könnten, sollen vorerst ausschliesslich provisorische Anlagen erstellt werden. Die Kosten für die Erstellung von provisorischen Haltekanten werden auf insgesamt Fr. 45'000.– geschätzt. Darin enthalten sind die erforderlichen baulichen Anpassungen und Markierungen. Da im Budget 2026 keine diesbezüglichen Aufwendungen eingestellt wurden, hat der Gemeinderat den erforderlichen Kredit zulasten seiner autonomen Kreditkompetenz freigegeben.


Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2026

Neben dem Budget 2027 werden den Stimmberechtigten an der nächsten Versammlung Anträge zur Freigabe eines Planungskredits für einen Ersatzneubau des Gemeindehauses sowie eines Baukredits für die Dach- und Fassadensanierung beim Werk- und Feuerwehrgebäude zur Genehmigung vorgelegt.

Am Mittwoch, 2. Dezember 2026, 20.00 Uhr, findet in der Mehrzweckhalle Seehalde in Mettmenhasli die nächste Gemeindeversammlung statt. Neben der Genehmigung des Budgets und der Festsetzung des Steuerfusses für das Jahr 2027 haben die Stimmberechtigten über zwei Kreditanträge zu befinden. Einerseits steht die Freigabe eines Planungskredits für einen Ersatzneubau des Gemeindehauses und andererseits die Projektgenehmigung und Kreditfreigabe für die Dach- und Fassadensanierung, inkl. Photovoltaikanlage, beim Werk- und Feuerwehrgebäude auf der Traktandenliste. Im Anschluss zur Versammlung wird wiederum ein Apéro serviert. Details zu den drei traktandierten Geschäften können dem Beleuchtenden Bericht entnommen werden, welcher zu gegebener Zeit auf der Website aufgeschaltet und den registrierten Abonnentinnen und Abonnenten per Post zugestellt wird. Ab Mittwoch, 4. November 2026 liegen die vollständigen Akten bei der Gemeindeverwaltung, Abteilung Präsidiales, zur Einsicht auf. Gleichzeitig werden die Erläuterungen auch auf der "Voteinfo-App" aufgeschaltet.

Der Gemeinderat freut sich, am 2. Dezember 2026 eine grosse Zahl an Stimmberechtigten in der Mehrzweckhalle Seehalde begrüssen zu können.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Daniel T. Wüest, Gemeindepräsident, 076 238 39 11, oder Patric Kubli, Gemeindeschreiber, 043 411 22 50, gerne zur Verfügung.

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